Spotify lässt sich unter Linux auf mehreren Wegen installieren. Welche Methode sinnvoll ist, hängt von der Distribution, dem gewünschten Aktualisierungsmodell und den Anforderungen an die Systemintegration ab. Diese Anleitung zeigt die aktuellen Optionen für Ubuntu, Debian, Linux Mint, Kali Linux und weitere Distributionen – einschließlich wichtiger Sicherheits- und Supporthinweise.

Welche Installationsmethode ist die richtige?

  • Snap: Der einfachste, von Spotify angebotene Weg für Ubuntu und Systeme mit Snap-Unterstützung.
  • APT-Paket: Sinnvoll für Debian- und Ubuntu-basierte Systeme, wenn eine klassische Paketverwaltung bevorzugt wird.
  • Flatpak: Gut für viele Distributionen geeignet, das Spotify-Paket auf Flathub wird jedoch von der Community bereitgestellt und ist nicht offiziell von Spotify verifiziert.
  • Webplayer: Benötigt keine Installation und eignet sich für gemeinsam genutzte oder besonders restriktiv konfigurierte Geräte.

Spotify per Snap installieren

Spotify nennt Snap als offiziellen Installationsweg. Auf Ubuntu ist Snap in der Regel bereits eingerichtet. Die Installation erfolgt mit:

sudo snap install spotify

Danach lässt sich Spotify über das Anwendungsmenü oder mit spotify starten. Aktualisierungen werden von Snap automatisch eingespielt.

Snap unter Kali Linux, Debian oder Linux Mint vorbereiten

Ist Snap nicht vorhanden, kann es auf kompatiblen Debian-Systemen zunächst aus den Distributionsquellen installiert werden:

sudo apt update
sudo apt install snapd
sudo systemctl enable --now snapd.socket

Je nach Distribution ist anschließend eine Ab- und erneute Anmeldung oder ein Neustart erforderlich. Prüfe vorab in der Dokumentation deiner Distribution, ob Snap vollständig unterstützt wird. Gerade auf Kali Linux ist Spotify keine sicherheitsrelevante Systemkomponente; installiere zusätzliche Desktop-Software nur, wenn sie auf dem jeweiligen Arbeitsgerät wirklich benötigt wird.

Spotify über das offizielle APT-Repository installieren

Für aktuelle Ubuntu- und Debian-Versionen stellt Spotify ein eigenes Repository bereit. Der Signaturschlüssel sollte nicht mit veralteten apt-key-Befehlen eingebunden werden. Die derzeit von Spotify dokumentierte Variante lautet:

curl -sS https://download.spotify.com/debian/pubkey_5384CE82BA52C83A.asc | sudo gpg --dearmor --yes -o /etc/apt/trusted.gpg.d/spotify.gpg
echo "deb https://repository.spotify.com stable non-free" | sudo tee /etc/apt/sources.list.d/spotify.list
sudo apt update
sudo apt install spotify-client

Sicherheitshinweis: Lade Schlüssel und Pakete ausschließlich über die offiziellen Spotify-Adressen. Kopiere keine Installationsbefehle aus unbekannten Foren und führe niemals ungeprüfte Skripte direkt mit Root-Rechten aus. Wenn Spotify seine Schlüssel oder Repository-Angaben ändert, haben die aktuellen Hinweise auf der offiziellen Downloadseite Vorrang.

Spotify mit Flatpak installieren

Auf Fedora, Arch-basierten Systemen und vielen Desktop-Distributionen ist Flatpak eine praktische Alternative. Nach der Einrichtung von Flathub kann das Paket so installiert werden:

flatpak install flathub com.spotify.Client
flatpak run com.spotify.Client

Wichtig: Das Paket com.spotify.Client auf Flathub ist ein Community-Paket. Flathub kennzeichnet es als nicht verifiziert und nicht offiziell von Spotify unterstützt. Prüfe deshalb Herausgeber, Berechtigungen und Änderungsinformationen, bevor du es einsetzt. Für Geräte mit erhöhtem Schutzbedarf sind die offiziellen Snap- oder APT-Quellen vorzuziehen.

Installation prüfen und Spotify aktualisieren

Nach der Installation sollte Spotify im Anwendungsmenü erscheinen. Die Aktualisierung richtet sich nach der gewählten Methode:

  • Snap: sudo snap refresh spotify
  • APT: sudo apt update && sudo apt upgrade
  • Flatpak: flatpak update com.spotify.Client

Häufige Probleme lösen

  • Spotify startet nicht: Starte die Anwendung im Terminal und prüfe die ausgegebene Fehlermeldung.
  • Lokale Musikdateien fehlen: Snap und Flatpak arbeiten in einer Sandbox. Gewähre nur dem tatsächlich benötigten Musikordner Zugriff.
  • Repository- oder Signaturfehler: Vergleiche Schlüssel und Repository-Adresse mit der aktuellen offiziellen Spotify-Anleitung.
  • Kein Ton: Prüfe zuerst die Audioausgabe in den Systemeinstellungen sowie PipeWire beziehungsweise PulseAudio, bevor du fremde Startparameter übernimmst.
  • Doppelte Paketquellen: Kontrolliere unter /etc/apt/sources.list.d/, ob Spotify mehrfach eingetragen wurde.

Spotify wieder entfernen

# Snap
sudo snap remove spotify

# APT
sudo apt remove spotify-client

# Flatpak
flatpak uninstall com.spotify.Client

Wenn du das APT-Repository nicht mehr verwenden möchtest, kannst du zusätzlich die Spotify-Quelldatei und den zugehörigen Schlüssel entfernen. Prüfe die Dateinamen vorher sorgfältig und lösche keine anderen Paketquellen.

Fazit

Für Ubuntu ist Snap meist der unkomplizierteste Weg. Wer Debian oder Ubuntu mit klassischer Paketverwaltung nutzt, kann das offizielle Spotify-Repository einbinden. Flatpak bietet eine distributionsübergreifende Alternative, ist in diesem Fall aber ein nicht verifiziertes Community-Paket. Unabhängig von der Methode gilt: Nutze vertrauenswürdige Quellen, halte den Client aktuell und erteile nur notwendige Berechtigungen.