DBANs „autonuke“ löscht erkannte Laufwerke ohne individuelle Rückfrage. Das ist hochriskant und für moderne SSDs ungeeignet. Sichere Datenlöschung sollte den Datenträgertyp, Verschlüsselung, Herstellerfunktionen und die geforderte Nachweisführung berücksichtigen.
Inhalt
Warum Autonuke riskant ist
Wichtig: Autonuke kann alle angeschlossenen Laufwerke einschließlich falscher Ziele überschreiben. Entfernte Daten sind in der Regel nicht wiederherstellbar.
- Zielsystem vom Netzwerk trennen.
- Nicht zu löschende Laufwerke physisch entfernen.
- Seriennummern dokumentieren.
- Freigabe durch zweite Person einholen.
HDD und SSD unterscheiden
Mehrfaches Überschreiben stammt aus der HDD-Welt. SSDs verteilen Schreibzugriffe intern; klassische Überschreibprogramme erreichen möglicherweise nicht alle Flash-Zellen und erhöhen Verschleiß.
Moderne Löschmethoden
- Bereits verschlüsselte Datenträger durch sichere Schlüsselvernichtung unzugänglich machen.
- Hersteller- oder NVMe-Sanitize-Funktionen verwenden.
- Für HDDs ein anerkanntes Überschreibverfahren einsetzen.
- Defekte oder besonders sensible Medien physisch vernichten lassen.
Nachweis und Kontrolle
Dokumentiere Gerät, Seriennummer, Methode, Zeitpunkt, Ergebnis und verantwortliche Personen. Prüfe stichprobenartig, ob keine Partition oder Datei mehr lesbar ist.
DBAN nur im passenden Altfall
DBAN kann für ältere magnetische Festplatten in isolierten Geräten noch nützlich sein. Verwende die interaktive Auswahl statt Autonuke und verlasse dich nicht auf DBAN für SSD, NVMe oder RAID.
Fazit
Sichere Datenlöschung beginnt mit eindeutiger Geräteidentifikation. Autonuke ist keine Standardempfehlung; moderne SSDs benötigen geeignete Sanitize- oder Verschlüsselungsverfahren.




